Montán: Quellen, Wege und Kultur im Hinterland Valencias

Montán verbindet stille Wasserplätze, markante Wanderwege und eine vielschichtige Bau- und Kulturgeschichte. Wer Naturerlebnisse mit kurzen Ausflügen, regionalen Traditionen und historischen Spuren verbinden möchte, findet hier unterschiedliche Anlässe, den Ort aufmerksam zu erkunden. Das Gemeindegebiet wird außerdem von zwei Fernwanderwegen berührt: Der GR 7 durchquert Montán von Norden nach Süden, während der GR 36 aus nordöstlicher Richtung in das Gemeindegebiet führt und es anschließend auf dem Weg zu seinem Endziel wieder verlässt.

Wanderwege zwischen Quellen und Schluchten

Für eine überschaubare Tour steht die Ruta Monte Calvario. Die Rundwanderung ist fast 2 km lang, weist einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf und umfasst einen Höhenunterschied von 102 m. Einen anderen Ausgangspunkt hat die Ruta del Agua: Sie beginnt an der Avenida de la Tejería. An dieser Route liegt eine Höhle mit einer Länge von mehr als 1 km und drei Galerien. Im Sommer ist auf der Ruta del Agua das Baden in den natürlichen Becken möglich.

Auch die Fuente de la Tejería gehört zu den konkreten Zielen rund um Montán. Die Fuente de la Tejería befindet sich etwa 600 m vom Ort entfernt und verfügt über einen Erholungsbereich mit Steintischen und Steinbänken, einer Grillstelle sowie einer Schutzhütte. Im Inneren der Hütte steht ein Tisch aus Stein. Montáns natürliche Umgebung umfasst darüber hinaus zahlreiche Quellen und Brunnen, dicht bewachsene Schluchten mit Wasserfällen und Badebecken. Im Ortsgebiet und in seiner Umgebung gibt es mehr als dreißig Brunnen.

Bauwerke und archäologische Spuren

Die Iglesia Parroquial San Bernardo Abad wurde 1735 fertiggestellt. Ihr einschiffiges Langhaus besitzt ein üppiges Akanthusdekor, das dem Churriguerismus beziehungsweise dem späten Barock zugeordnet wird. Eine andere architektonische Prägung zeigt das Convento de los Padres Servitas de San Miguel y Santa Ana: Es ist ein Beispiel für postbarocke und vorakademische Architektur.

Am archäologischen Fundplatz Monte Calvario wurden Keramiken geborgen, die in das 7. bis 6. Jahrhundert v. Chr. datiert werden. Ebenfalls eng mit der lokalen Landschaft und ihrer Nutzung verbunden ist das Acueducto de la Teja. Das Bauwerk aus Trockenmauerwerk besitzt drei Bögen und führte Wasser über die Schlucht, um die dortigen Felder zu bewässern.

Wein, Öl und weite Ausblicke

Das Museo Enológico vermittelt die Kunst der Weinlese und die Weinherstellung. Dazu passt die Feier Sacacubos, die heute im Oktober stattfindet und eine Weinverkostung umfasst. Auch Olivenöl gehört zum kulinarischen Profil des Ortes: In Montán wird ein Öl hergestellt, das in Analysen als nativ extra eingestuft wurde.

Ein Aussichtspunkt bietet Ausblicke auf das 1.813 m hohe Peñagolosa-Massiv. So ergänzen sich in Montán wasserreiche Schluchten, Wanderwege, archäologische Zeugnisse, sakrale Architektur und regionale Produkte. Bei der Wahl einer Unterkunft können Sie deshalb abwägen, ob für Ihren Aufenthalt eher die Nähe zu den Wegen, das Interesse an Kultur und Geschichte oder der ruhige Rhythmus eines ländlichen Ortes im Vordergrund steht.

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