Santa Magdalena De Pulpis: Burg, Naturpark und regionale Wege
Santa Magdalena de Pulpis verbindet Zeugnisse der Vergangenheit mit den Landschaften der Serra d’Irta. Rund um den Ort liegen historische Bauwerke, ausgeschilderte Wege, traditionelle Feste und ein Naturpark mit Bergen und Küste.
Festung, Geschichte und markante Bauwerke
Das Castillo de Polpís bewahrt arabische Mauern, einen durch die Torre del Homenaje geschützten Zugang, eine Zisterne, die Reste eines quadratischen Turms und Überreste der ursprünglichen Siedlung. Die Festung ist als Bien de Interés Cultural eingestuft. Sie steht auf 431 Metern Höhe über einer früheren arabischen Alcazaba; Umbauten durch den Calatrava-Orden und den Templerorden im 13. Jahrhundert prägten ihre heutige Gestalt.
Die heutige städtische Siedlung entstand, nachdem die Bewohner nach der Eroberung vom Castillo de Polpís in die Ebene am Fuß des Monte Pulpis umgesiedelt worden waren. Auch die Iglesia parroquial de Santa Magdalena erzählt von einer langen baulichen Entwicklung: Auf einen 1330 errichteten Vorgängerbau folgte der Beginn der heutigen Kirche im Jahr 1860. Sechs Jahre später wurde sie abgeschlossen und geweiht; 1863 wandelte man die frühere gotische Kapelle in eine Kommunionskapelle um.
Im Inneren besitzt die Kirche ein einziges längsgerichtetes Schiff mit Seitenkapellen und ionischen Details. Der freistehende quadratische Glockenturm endet in einem kleinen, mit glasierter Keramik verkleideten Glockenaufsatz der valencianischen Barocktradition. Ergänzt wird dieses bauliche Erbe durch die Torre de San Millán, die 1848 und 1849 als Teil des staatlichen optischen Telegrafennetzes errichtet wurde. Don Juan María Mathé entwarf sie als befestigten Turm mit defensiv-militärischem Charakter.
Serra d’Irta und Wege durch die Landschaft
Der Naturpark Serra d’Irta umfasst Santa Magdalena de Pulpis und wurde 2002 zum Naturpark erklärt. Die Höhen der Sierra liegen meist zwischen 300 und 400 Metern, drei Gipfel überschreiten 500 Meter. An der Küste gehören außerdem 12 Kilometer Sandstrände, Dünenzüge, Felsbereiche und steile Klippen zu diesem Landschaftsraum.
Die Ruta 1: ruta histórica de Sta. Magdalena beginnt an der örtlichen Kirche und führt durch Felder mit Trockenanbau sowie eine Schlucht zum Castillo de Polpís. Unterwegs liegen zwei Kalköfen und dichte Vegetation. Die Route 2 verläuft über Trockensteinterrassen und Trockensteinbauten mit Ausblicken auf die Sierra de Irta, nahegelegene Orte und das Meer bis zur Ermita de Sant Antoni.
Die Kapelle an diesem Ziel stammt aus dem 15. Jahrhundert und verfügt über eine frühere Herberge, Ställe, einen Arkadenplatz und einen Brunnen. Der Bereich um die Ermita de Sant Antoni dient als Erholungsraum und eignet sich für einen Tagesaufenthalt in unmittelbarem Kontakt mit der Natur. Route 3 führt durch das wasserreiche Gebiet des Mas del Señor weiter zum Erholungsbereich La caseta, einer mit Trockensteintechnik errichteten Nachbildung einer Schäferhütte.
Im Naturpark gibt es sieben ausgeschilderte Wanderwege und drei ausgeschilderte Radwege. Für Radreisende führen sowohl die Radrundroute R09 - Peñíscola als auch die BTT-Route IR3. Irta totalmente durch den Ort: R09 erreicht Santa Magdalena de Pulpis bei Kilometer 142, während IR3 von Peñíscola durch die Sierra de Irta hierher verläuft. In Santa Magdalena de Pulpis sind ein arabisch geprägtes Schloss und eine neoklassizistische Kirche erhalten.
Feste und lokale Traditionen
Das Fest zu San Antonio Abad findet jedes Jahr am 17. Januar statt und wird von jährlich bestimmten Mayorales organisiert. Zum Fest gehören ein Freudenfeuer und eine Prozession. Beim Fest werden typische Gebäcke der Bevölkerung verkostet; außerdem gehört die als gorra bezeichnete Festaktivität dazu.
Zu den Fiestas Patronales gehören Verbenas, also festliche Abendveranstaltungen mit Musik und Tanz, ebenso wie taurische Veranstaltungen. Im Gemeindegebiet finden sich zudem für den Baix Maestrat charakteristische Bauformen aus Trockenstein, darunter die Casa del Pastor in der Serra d’Irta.
Anreise
Santa Magdalena de Pulpis ist aus der Provinz Castellón und aus der Provinz Tarragona über die N-340 und die AP-7 erreichbar.
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