Castellnovo: Burg, Zisterne und Wege in der Sierra
File:Ermita San Antonio de Padua de Castellnovo.jpg
Foto: Juan Emilio Prades Bel via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Castellnovo verbindet eindrucksvolle Bauwerke, islamische Wasserbaugeschichte, Wege durch bewaldete Berglandschaften und lebendige örtliche Traditionen. Zwischen dem Ortskern, der Anhöhe von San Cristóbal und den Landschaften am Río Palancia liegen viele unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Reise mit Kultur, Natur und regionaler Küche.
Burg, Kirche und arabische Wasserbaukunst
Das Castillo de Beatriz de Borgia ist als Bien de Interés Cultural ausgewiesen und liegt auf der Anhöhe von San Cristóbal in unmittelbarer Nähe des Ortskerns. Beatriz de Borgia ließ die Burg Mitte des 15. Jahrhunderts in einen Palast mit Renaissanceprägung umgestalten. Dem Bauwerk werden römische Ursprünge zugeschrieben; während der muslimischen Herrschaft wurde es auf älteren Überresten erneut aufgebaut. Daraus leiten sich die Bezeichnungen Castillo Nuevo beziehungsweise Castellnou ab.
Die Cisterna Árabe ist ein hispano-arabisches Bauwerk, das bis in die 1960er-Jahre für die Wasserversorgung von Castellnovo von wesentlicher Bedeutung war. Als Cisterna de Castellnovo zählt sie in der Comarca Alto Palancia zu den am besten erhaltenen Beispielen islamischer Wasserbauingenieurskunst dieser Art.
Die Iglesia de los Santos Reyes ist eine Renaissancekirche mit lateinischem Kreuzgrundriss, korinthischen und dorischen Säulen, einer Kapelle und zwei gekoppelten Kuppeln. Die erste Bauphase wurde am 24. September 1662 abgeschlossen. In der Kirche sind Wandmalereien aus dem 17. Jahrhundert erhalten, besonders in der Kapelle.
San Cristóbal und Wege in der Landschaft
Die Ermita de San Cristóbal steht auf dem 571 Meter hohen Gipfel des Cerro de San Cristóbal. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde 1977 vollständig restauriert. Der Platz an der Ermita bietet einen Blick über das Becken des Río Palancia in Richtung Mittelmeer; im Hintergrund liegt der Naturpark Sierra Calderona. Am Beginn des Aufstiegs befindet sich die 1724 errichtete Ermita de San Antonio de Padua mit einem Atrium zum Schutz der Gläubigen und Besucher.
Für Radreisende führt die mittelschwere Radtour R18 über 57 Kilometer durch die Wälder der Sierra de Espadán, am Pantano del Regajo und am Río Palancia entlang. Die ersten 5 Kilometer beginnen ab Castellnovo. Von der Gegend um die Fuente de la Mina führt außerdem ein Weg durch die Sierra de San Roque zum Río Chico und zur Poza de los Gitanos, die sich zum Baden eignet.
Feste und Spezialitäten aus Castellnovo
Das Ortsleben zeigt sich auch in den Festen. Zu den Feiern der Santa Cruz gehört eine traditionelle Chocolatada. Die Fiesta de la Mina findet im Juli statt und umfasst die Ausgabe von belegten Broten sowie eine Tanzveranstaltung. Las Mozas ehrt die Virgen del Rosario; dabei werden die Straßen geschmückt und ein Kostümumzug veranstaltet.
Auch kulinarisch besitzt Castellnovo eigene Akzente: Olla de col gilt als typisches Gericht des Ortes. Zu den lokalen Spezialitäten gehören außerdem Olla de pencas, Cocas und handwerklich hergestellte Käse. So lassen sich historische Besichtigungen, Landschaftserlebnisse und regionale Geschmacksrichtungen zu einem abwechslungsreichen Aufenthalt verbinden.
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