Calles zwischen Ortskern, Kulturerbe und Flusslandschaft
Calles verbindet einen ursprünglichen Ortskern auf einem Felsen über dem Tal mit historischem Kulturerbe, dem Fluss Tuéjar und abwechslungsreichen Wegen in der Umgebung. Wer sich für Geschichte, Landschaft und regionale Küche interessiert, findet hier mehrere konkrete Anknüpfungspunkte für die eigene Reiseplanung – von einer ungefähr einstündigen Kulturroute bis zu einer 28 Kilometer langen Strecke am Acueducto Romano de Peña Cortada.
Ortskern und Kulturerbe
Das Barrio de la Petrosa ist der ursprüngliche Ortskern von Calles. Es liegt auf einem Felsen über dem Tal und bewahrt ein verwinkeltes Straßennetz mit maurischen Anklängen. In Calles steht außerdem die Iglesia Parroquial de la Purísima Concepción, eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Zum städtischen Kulturerbe gehört eine Keramiktafel zu Ehren von San Roque. Diese Motive geben dem Ort unterschiedliche historische Bezugspunkte, die sich bei einem Rundgang miteinander verbinden lassen.
Historische Wege und römisches Bauwerk
Die Ruta Histórico Cultural Calles beginnt am Rathaus und dauert ungefähr eine Stunde. An Markierungen oder Pfosten sind über QR-Codes Audioinhalte abrufbar. Die Route vermittelt die Bedeutung der Kirche und der Keramiktafeln der Stadt. Damit eignet sie sich als klar umrissene Möglichkeit, Calles über seine konkreten Kulturdenkmäler kennenzulernen, ohne dafür eine lange Strecke einplanen zu müssen.
Eine andere Größenordnung hat die Ruta del Acueducto de Peña Cortada, die sich über 28 Kilometer erstreckt. Ihr namensgebendes Acueducto Romano de Peña Cortada wurde zwischen dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. zur Zeit des Römischen Reiches errichtet. Das Bauwerk ist 36 Meter lang und 33 Meter hoch. Die unterschiedlichen Streckenlängen der beiden Routen helfen Ihnen, kulturelle Erkundung und längere Unternehmungen nach dem verfügbaren Reisetag zu ordnen.
Flusslandschaft und Ziele in der Umgebung
Der Fluss Tuéjar trägt auch den Namen Chelva und durchquert Calles. In der näheren Umgebung liegt der Mirador del Alto mit Ausblicken auf die Olivenhaine von Calles, ausgedehnte Weinberge und die Berge der Serranía. So treffen im Ortsbezug von Calles Fluss, landwirtschaftlich geprägte Landschaft und Bergpanorama aufeinander.
In der Umgebung von Calles liegt Puente Alta und ist von der Stadt aus mit dem Auto erreichbar. Dort gibt es einen Badebereich im Turia sowie überdachte Picknickplätze mit Tischen und Bänken. Im Gebiet Puente Alta befindet sich außerdem eine kleine Zone zum freien Klettern, die von Calles aus über die Straße Calles–Villar del Olmo erreichbar ist. Diese Ziele ergänzen die historischen Themen um Wasser- und Naturbezüge, ohne dass ihre Lage mit dem Ortskern gleichgesetzt werden muss.
Festtradition und Küche der Serranía
Das Fest San Antón in Calles findet an dem Wochenende statt, das dem 17. Januar am nächsten liegt. Es verbindet Tradition, Gastronomie, Musik, Spiele und Feuer. Zur Küche der Serranía in Calles gehört La ollica, die als geschätztes lokales Gericht gilt. Rollicos de cazalla gehören zu den typischen Süßspeisen der Gemeinde Calles. Zusammen mit dem Fest zeigt die regionale Küche einen weiteren eigenständigen Zugang zum Ort – neben Bauwerken, Flusslandschaft und historischen Routen.
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