Artana zwischen Minenroute, Altstadt und Sierra de Espadán

Artana verbindet Natur, Wanderwege, Ortsgeschichte und regionale Küche. Die Gemeinde gehört zu den Gemeinden des Naturparks Sierra de Espadán. Zu den markanten Landschaftselementen zählen Les Penyes Aragoneses, lokal auch unter dem Namen Penyes Altes bekannt: große Ródeno-Formationen im Herzen der Sierra Espadán, fünf Kilometer von der Gemeinde Artana entfernt. Mehr als fünfzehn Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden richten sich sowohl an Bergwandernde als auch an Familien.

Wanderrouten mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Die Route Les Mines de la Font de Ferro ist insgesamt 9,22 Kilometer lang und umfasst drei Hauptöffnungen der Eisenminen. In diesen Minen wurde vor mehr als fünfzig Jahren Eisen abgebaut. Eine kürzere Orientierung bietet Rebó y La Solana: Die etwa sieben Kilometer lange Hin-und-Rück-Route verläuft vom Ortseingang von Artana zur Ermita Santa Cristina und führt über die Quelle La Solana. So steht die 9,22 Kilometer lange Minenroute einer etwa sieben Kilometer langen Hin-und-Rück-Route gegenüber. Bei La Cova del Tronc eröffnen sich Ausblicke auf La Plana; jenseits der ersten durchquerbaren Galerie ist Seilsicherung erforderlich.

Landschaft rund um Artana

Auch die Ermita Santa Cristina verbindet ein konkretes Ziel mit einer charakteristischen Umgebung. Sie liegt zwei Kilometer von Artana entfernt in einem Tal neben der Rambla, das von Zypressen, Kiefern und Olivenbäumen geprägt ist. Die Lage der Ermita und die Ródeno-Formationen von Les Penyes Aragoneses zeigen zwei unterschiedliche Landschaftsbilder innerhalb des näheren Artana-Bezugs: ein bewachsenes Tal und markante Felsformationen im Naturpark Sierra de Espadán.

Altstadt und religiöse Bauwerke

Die Altstadt von Artana gilt als ältester Teil der Ortschaft. Enge Gassen muslimischen Ursprungs, zahlreiche gekachelte religiöse Bildtafeln sowie modernistische und volkstümliche Fassaden prägen ihr Erscheinungsbild. Vom Viertel Pardinal, dem ältesten Teil des Ortes, führt ein Via Crucis mit seinen Stationen zur Ermita del Cristo del Calvario. Die Ruinen des Castillo de Artana gelten als islamische Festung mit römischen Ursprüngen und mittelalterlichen Veränderungen. Die Ermita Santa Cristina wurde im 18. Jahrhundert im dorischen Stil errichtet und ist Santa Cristina, der Schutzpatronin von Artana, gewidmet.

Spuren der Ortsgeschichte

Die Pfarrkirche von Artana wurde Ende des 19. Jahrhunderts auf dem Gelände eines früheren Tempels errichtet; dort befand sich sehr wahrscheinlich die ursprüngliche mittelalterliche Moschee. Im Pfarrmuseum befindet sich ein muslimischer Grabstein mit der Inschrift: „Diesen Stein errichtete der tapfere Alí Zobei. Gott ist Allah und Mohammed sein Prophet.“ In der Kirche wird außerdem „Degollación de San Juan Bautista“ aus dem Jahr 1862 aufbewahrt, eines der herausragenden Gemälde des aus Castellón stammenden Malers Bernardo Mondina Milallave.

Typische Küche aus Artana

Die regionale Identität zeigt sich auch in den Gerichten. Die Cassoleta ist ein typisches Gericht aus Artana mit Kartoffeln, Lammfleisch, roter Paprika und Pinienkernen. Les orelletes sind typische frittierte Teigwaren aus Eiern, Anis, nativem Olivenöl extra und Weizenmehl; häufig werden sie mit Honig serviert. L’Olla de dijuni ist ein Fastengericht aus Feldgemüse, darunter Mangold, sowie Kichererbsen.

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