Manises: Keramikgeschichte, Handwerk und historische Bauwerke
Unterkünfte in Manises
Das MUMAF – Colección Museográfica de Fotografía de Manises, Carlos Sanchis zeigt bedeutende analoge Kameras aus einem Zeitraum von den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts bis zum Aufkommen der Digitalfotografie.
Keramikgeschichte zwischen Museum und Ausbildungsstätten
Das Museo de Cerámica de Manises wurde 1967 gegründet. Es entstand aus der Schenkung eines Herrenhauses aus dem späten 18. Jahrhundert und einer Sammlung von Kunst- und Keramikwerken. Seine monografische Keramiksammlung umfasst mehr als 5.000 Stücke und dokumentiert die lokale Produktion vom 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Ein Technologieraum und eine Bibliothek ergänzen das Museum; außerdem informiert es über Keramikfabriken, Werkstätten und Geschäfte in Manises.
Auch die Geschichte der Keramikausbildung ist an mehreren Orten präsent. Die Antigua Escuela de Cerámica ist ein historisches Gebäude im neoklassizistischen Stil. Von 1916 bis 1925 beherbergte es die erste Keramikschule von Manises. Die Escola de Ceràmica de Manises geht auf das Jahr 1896 zurück. Die Keramikschule von Manises wurde 1916 unter dem Namen Escola Pràctica de Ceràmica endgültig als staatliches offizielles Ausbildungszentrum anerkannt.
Historische Gebäude mit keramischen Details
Das Barrio arqueológico de obradores, heute als „Barri dels Obradors“ bezeichnet, konzentrierte über fast acht Jahrhunderte einen großen Teil der keramischen Produktion von Manises. Die Iglesia Parroquial de San Juan Bautista wurde zwischen 1734 und 1751 mit dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes und einem einzigen Kirchenschiff errichtet. Sie bewahrt den ursprünglichen keramischen Fliesensockel. Ihre Kuppel ist mit goldenen Fliesen mit Metalllüster bedeckt.
Ein weiteres markantes Bauwerk ist das Aquädukt Els Arcs. Es ist als Bien de Interés Cultural geschützt, besitzt 28 Bögen und wird römischen und mittelalterlichen Ursprüngen zugeschrieben.
Rundgänge, Werkstätten und Familienaktivitäten
Die Ruta de la Cerámica vermittelt die Keramikgeschichte von Manises anhand bedeutender Gebäude, Denkmäler und Gärten. Für Gruppen von 15 bis 50 Personen kann sie reserviert werden; die Begleitung durch eine Informatorin hängt von der Verfügbarkeit der Oficina de Turismo de Manises am gewünschten Termin ab. Die Route wird in sieben Sprachen angeboten: Spanisch, Valencianisch, Galicisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch.
Der „Paisaje Cerámico del Centro Histórico“ ist ein städtischer Rundgang, der als Spaziergang im Freien zu jeder Jahreszeit unternommen werden kann. Bei Cerámicas Palanca sehen Besucher Schritt für Schritt, wie traditionelle gelbe Fayence-Mörser hergestellt werden. Im Taller de Arturo Mora wird die Herstellung von Lüsterware erklärt, ein Stück auf der Töpferscheibe vorgeführt und Besuchern angeboten, die Töpferscheibe selbst auszuprobieren.
Für Familien gibt es die Yincana „Conoce Manises“. Diese Aktivität vermittelt die mehr als 700-jährige lokale Keramiktradition anhand von 10 Aufgaben.
Feste zwischen Tradition und eigener Kreation
Die Festa de la Ceràmica findet am Wochenende vor dem 19. Juli statt. Besucher können dabei die Herstellung keramischer Handwerksarbeiten beobachten, verschiedene Techniken sehen und selbst eine eigene Kreation anfertigen. Zur Feier von Sant Joan gehört außerdem der traditionelle Ball dels Coveteres, der in den vergangenen Jahren wiederbelebt wurde. Die Bienal Internacional de Cerámica de Manises ist ein internationaler Wettbewerb für zeitgenössische Keramik von Autoren und wird vom Ayuntamiento de Manises organisiert.
Naturbezug und Verbindung nach Valencia
Der Parque Natural del Turia erstreckt sich auch über das Gemeindegebiet von Manises. Manises ist durch die Metrolinien 3, 5 und 9 mit Valencia verbunden.
Weitere Orte entdecken
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