Llíria: UNESCO-Kreativstadt der Musik mit Geschichte und Natur
Llíria ist seit 2019 UNESCO-Kreativstadt der Musik; Musik ist ein grundlegender Bestandteil der kulturellen Identität der Stadt. Zugleich verbindet der Ort markante Zeugnisse von der iberischen und römischen Zeit über das andalusische Mittelalter bis zur Kunst des 18. Jahrhunderts mit Wegen durch Wald, Agrarlandschaft und ländlichen Raum. Für Sie ergibt sich damit ein Reiseziel, in dem Kultur, Natur und regionale Themen nebeneinander planbar werden.
Musik, Geschichte und Kunst
Die Kirche Santa María – im Volksmund Iglesia de la Sangre – ist ein Nationaldenkmal. Sie wurde im 13. Jahrhundert über der früheren Großen Moschee von Llíria errichtet; ihre Architektur verbindet Elemente des Übergangs von der Romanik zur Gotik. Im Inneren besitzt sie eine polychrome Holzdecke mit geometrischen, pflanzlichen und epigraphischen Darstellungen, Tieren aus dem mittelalterlichen Bestiarium und höfischen Szenen zum feudalen Leben jener Zeit.
Die Termas de Mura gelten als bedeutendster architektonischer Komplex der Edeta des 1. Jahrhunderts und als eines der monumentalsten religiösen und heilenden Ensembles im römischen Hispanien. Zu ihnen gehören ein griechisch gestaltetes Orakelheiligtum und doppelte römische Thermen pompejanischen Typs. Der Thermen- und Heilkomplex umfasst kalte, warme und heiße Räume, darunter Frigidarium, Tepidarium und Caldarium.
Die Arabischen Bäder waren das wichtigste öffentliche Bad beziehungsweise der wichtigste Hammam der alten andalusischen Stadt Llíria, Madinat Lyria, und wurden im 12. Jahrhundert erbaut. Die Anlage erstreckt sich über 400 m² und umfasst einen begrünten, offenen Hof- oder Aufenthaltsraum sowie kalte, warme und heiße Baderäume. Nach der christlichen Eroberung blieben die Arabischen Bäder bis zum Ende des 15. Jahrhunderts in Betrieb.
Die Colección Museográfica Monasterio San Miguel de Llíria befindet sich in einer Kirche aus dem 18. Jahrhundert, die Wandmalereien von José Vergara bewahrt. Die Sammlung umfasst Gemälde von Manuel Camarón Melía, die mit dem hagiografischen Zyklus des heiligen Michael verbunden sind.
Wald, Wasser und Wege
Der Wanderweg PR-CV 258 Cavalló de l'Olivera führt durch einen dichten Kiefernwald in der Sierra de la Concordia, erreicht die iberische Siedlung Castellet de Bernabé und den höchsten Punkt der Strecke, den Puntal del Llop. Der Parque de San Vicente liegt etwa drei Kilometer vom Ortskern von Llíria entfernt. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen Sie ihn über einen Weg, der am Ende der Calle del Pla de l'Arc beginnt und dem Verlauf der Acequia Mayor folgt. Das botanisch artenreiche Waldgebiet umfasst Wasservögel, Fische, Eichhörnchen und Picknickmöglichkeiten.
Routen mit unterschiedlichem Rhythmus
Für längere Unternehmungen ergänzen zwei unterschiedlich geprägte Routen das Bild. Die homologierte Reitroute Llíria–Montes de la Concordia ist eine 26,8 Kilometer lange Rundroute durch traditionell bewirtschaftete Agrarflächen und mediterrane Wälder. Die Weinroute PR-257 ist ein homologierter Weg durch den ländlichen Raum von La Concordia; sie ist 26,80 Kilometer lang und dauert etwa 6 Stunden und 30 Minuten. Die verschiedenen Streckenlängen und Zeitangaben helfen Ihnen, Ihre Tagesplanung an Interesse und verfügbarem Zeitrahmen auszurichten.
Regionale Akzente
In Llíria findet jährlich die agroalimentäre Messe „A Mos Redó-Productes de Llíria“ statt. Für die Wahl einer Unterkunft in Llíria können Kulturtermine, historische Orte, Wege und diese Veranstaltung unterschiedliche Anlässe für Ihre Reiseplanung bilden. Eine eigene Gewichtung von Besichtigungen, Natur und längeren Routen unterstützt dabei einen Tagesrhythmus, der zu Ihrer Reiseart passt.
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