Guadasequies: Kirchen, Feste und Wege mit Blick auf den Bellús-Stausee
Guadasequies lässt sich über sakrale Bauwerke, lebendige Feste und ländliche Wege entdecken. Zum Ortsbild gehören außerdem ein Aussichtspunkt über das Tal und ein Erholungsbereich mit Blick auf den Bellús-Stausee. So treffen bei einem Aufenthalt Ortsgeschichte, regionale Küche und Landschaft aufeinander.
Kirchen, Bilder und Ortsgeschichte
Die Pfarrkirche der Jungfrau der Hoffnung ist ein neoklassizistisches Gebäude aus dem frühen 18. Jahrhundert und als Bien de Relevancia Local (BRL) eingestuft. In der Kirche ist eine Replik der gotischen Tafel „San Miguel de Guadasséquies“ von Roderic d’Osona zu sehen. Die neue Kirche der Jungfrau der Hoffnung stammt aus den Jahren 1996 bis 2000. Im Inneren schmücken farbige Glasfenster den Bau; außerdem beherbergt er das Marienbild „Esperança nova“ des Bildhauers Damià Pastor.
Die ehemalige Kirche beherbergt ein lokales Museum und eine Sammlung liturgischer Stücke. Neben der ehemaligen Kirche befindet sich ein Erholungsbereich mit Blick auf den Bellús-Stausee. Im Ortskern von Guadasséquies sind einige der ältesten Häuser erhalten, wodurch sich der Besuch auch auf die gewachsene Bebauung des Ortes richtet.
Höher gelegene Bauwerke und Ausblicke
Im höher gelegenen Teil von Guadasséquies wurde die Einsiedelei des Christus von Amparo im frühen 20. Jahrhundert errichtet. Sie enthält ein barockes Gemälde des Christus von Amparo aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Ebenfalls in diesem höher gelegenen Ortsteil liegt der Kalvarienberg, ein Zypressengarten aus dem Jahr 1906. Ein Aussichtspunkt bietet dort den Blick über das Tal.
Feste im Jahreslauf
Die wichtigsten Patronatsfeste von Guadasséquies finden in der zweiten Augustwoche zu Ehren von Sant Roc, der Jungfrau der Hoffnung und des Christus von Amparo statt. Das Fest der Jungfrau der Hoffnung wird am 18. Dezember gefeiert. Das Fest der Mauren und Christen findet am ersten Augustwochenende statt; am Samstag steht die Entrada de Moros i Cristians auf dem Programm.
Das Fest zu Ehren von Sant Antoni Abat findet an dem Wochenende statt, das dem 17. Januar am nächsten liegt. Dazu gehören ein großes Feuer, ein gemeinsames Abendessen, eine Prozession, die Segnung der Tiere und Kinderspiele. Beim Fest der Jungfrau der Hoffnung wird neben der alten Kirche ein großes Feuer entzündet. Anschließend findet rund um das Feuer ein gemeinsames Torrà-Abendessen statt.
Lokale Küche und Wege durch das Umland
Puchero und die im Ofen zubereitete Cazuela mit Reis, Bohnen und Rüben zählen zu den repräsentativsten Gerichten der lokalen Küche von Guadasséquies. Diese Gerichte ergänzen den kulturellen Ortsbesuch um einen charakteristischen kulinarischen Bezug.
Ein Teil von Guadasséquies wurde vom heutigen Bellús-Stausee überflutet. Durch den Ort führen ländliche Wege zwischen Quellen, alten Bauernhäusern und Obstgärten. Diese unbefestigten Wege eignen sich zum Wandern und Radfahren. Der GR 160 E12 erreicht Guadasséquies von Bellús aus und verlässt den Ort über einen unbefestigten Weg parallel zur Straße in Richtung Sempere.
Die Route der vier Dörfer des Flusses verbindet Guadasséquies mit Alfarrasí, Sempere und Benissuera und gilt als leicht bis mittelschwer. Außerdem ist Guadasséquies mit der 270,74 Kilometer langen Etappe Xàtiva–Biar der Route La Defensa del Sur verbunden. Bei der Wahl eines Hotels oder einer anderen Unterkunft können Sie daher vor allem danach unterscheiden, ob für Sie Ortsgeschichte, Festtermine oder ländliche Wege im Mittelpunkt stehen.
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