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Buñol: Festkultur, Burgenviertel und Wege am Fluss

Unterkünfte in Buñol

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Buñol verbindet mittelalterliche Geschichte, eine ausgeprägte Musikkultur und Wege durch Fluss- und Berglandschaften. Dazu kommen die internationale Bekanntheit von La Tomatina, familienbezogene Veranstaltungen und regionale Spezialitäten. Je nach Reiseart lassen sich Kultur, Natur, Wandern und kulinarische Eindrücke miteinander verbinden.

File:Buñol. Castillo. Desde la Torreta.jpg File:Buñol. Castillo. Desde la Torreta.jpg Foto: Enrique Íñiguez Rodríguez ( Qoan ) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Festung, Burgenviertel und Papiergeschichte

Das Castillo de Buñol ist eine mittelalterliche Festung mit Ursprüngen im 11. oder 12. Jahrhundert, die nach der christlichen Eroberung im 14. Jahrhundert umgestaltet wurde. Den Besucherinformationen zufolge ist es an jedem Tag des Jahres und zu jeder Uhrzeit zugänglich; der Eintritt ist kostenlos. Das Burgenviertel umfasst schmale Straßen muslimischen Ursprungs, die zu kleinen weiß getünchten Plätzen führen. Im gotischen Palast des Castillo wird außerdem eine Weinprobe der Bodega Viñas del Portillo mit dem Weißwein CAÑAS Y BARRO sowie den Rotweinen ALBUFERA selección und ALBUFERA original angeboten.

Das Molino de Galán ist ein Beispiel vorindustriellen Kulturerbes und steht sinnbildlich für die Bedeutung der Papierindustrie in Buñol. Sein Gebäude stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts; das renovierte Molino beherbergt eine Bibliothek, einen Konferenzraum, Ausstellungsräume und Sporteinrichtungen. Eine theatralische Führung behandelt die Geschichte der Papierherstellung und die dort seit dem 18. Jahrhundert gefertigten Dokumente. Die archäologische Sammlung umfasst Funde aus dem Paläolithikum, Neolithikum, der Eisen- und Bronzezeit sowie Überreste der iberischen und römischen Kultur aus Buñol und seiner Umgebung. Auch ein heute besuchbarer Friedhof mit Gräbern mit freimaurerischer Symbolik gehört zu den historischen Anlaufpunkten.

La Tomatina und Musik

Das Museum von La Tomatina befindet sich im Molino Galán. Ein immersiver Raum mit 270-Grad-Projektion und Fototafeln zeigt die Entwicklung des Festes; App, Augmented Reality und Virtual Reality vermitteln Besuchern das Festgeschehen. La Tomatina de Buñol wurde 2002 von der Secretaría General de Turismo zum Fest von internationalem touristischem Interesse erklärt. Die Bienal de Música de Buñol findet alle zwei Jahre statt und reicht von klassischer Musik über Jazz, Soul, Blues, Folk, Pop und Rock bis zu Kursen und Meisterklassen. Das Festival De Par en Part öffnet die Häuser der Künstler für Besucher und umfasst Wandbilder, Ausstellungen, Workshops, Vorträge sowie Wettbewerbe zu Design und bildender Kunst.

Eine Kinderveranstaltung ist für Kinder von 4 bis 14 Jahren vorgesehen und wird üblicherweise am Samstag vor der Hauptveranstaltung angesetzt. Ein jährlich am letzten Sonntag im August stattfindendes Konzert der beiden örtlichen Musikgesellschaften Sociedad Musical „La Artística“ und Centro Instructivo Musical „La Armónica“ ist als Fest von regionalem touristischem Interesse anerkannt und bringt zusätzlich eingeladene Blaskapellen aus der Region und anderen Teilen Spaniens zusammen.

Fluss, Quellen und Wanderwege

Der Parque Fluvial ist ein Spazierweg am Flussbett des Buñol, dessen Uferbereich wiederhergestellt und umgestaltet wurde; zugleich ist er von den Auswirkungen der DANA betroffen. Im Parque de San Luis befinden sich die 1896 umgestaltete Ermita de San Luís Beltrán, eine Quelle und der aufsprudelnde Quellwasseraustritt. Cueva Turche ist eine geologische Formation mit einem See und Wasserfall in einem großen Felsamphitheater. In dem betreffenden Naturabschnitt sind beim Durchqueren große Formationen aus Stalagmiten und Stalaktiten zu sehen.

Für kürzere Wanderpläne bietet sich die 7,2 Kilometer lange SLCV 166 Ruta del Agua als Rundweg mittleren Schwierigkeitsgrads mit Ausgangspunkt im Parque de San Luis an. Die Ruta de la Música ist zu Fuß begehbar und vermittelt das musikalische Erbe von Buñol mit Informationstafeln, Beschilderung und Augmented Reality. Der permanente Orientierungslauf-Parcours im Parque El Planell nutzt Kontrollpunkte, Karten, Pfosten beziehungsweise Markierungen und einen Kompass, um diese Sportart auszuprobieren und zu erlernen. Die Ruta de Las Fuentes führt durch einen großen Teil des Gemeindegebiets zu den meisten Brunnen der Stadt und zu malerischen Orten.

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Anspruchsvoller ist der PRV 190 Las Moratillas: Der 29,6 Kilometer lange Weg führt von Buñol über die Sierra Malacara, den Pico Nevera und den Barranco Carcalín nach Las Moratillas. Der Schwierigkeitsgrad ist hoch, die angegebene Gehzeit beträgt 7 Stunden 45 Minuten. Eine weitere Wanderroute führt in den Barranco Carcalín, über den Alto Jorge, El Dique, Corral de Cabras, die fossilen Strände und die Puente Natural bis zur Jarra und zum Fluss Buñol; sie richtet sich an geübte Wanderer auf unbefestigten Wegen und unebenem Gelände. Ein Wegabschnitt ist für die ganze Familie geeignet, während ab den als La Jarra bekannten Naturbecken ein anspruchsvollerer Abschnitt beginnt.

Anreise und regionale Küche

Buñol liegt an der Renfe-Cercanías-Linie C3 auf der Strecke València–Buñol–Utiel. Zwischen Buñol und Utiel verkehren alternative Busverbindungen als Ergänzung zum Verkehr der Linie C3. Außerdem ist Buñol das Ende der zweiten und der Beginn der dritten Etappe eines Weges, der über Chiva, Buñol und Requena in Richtung Cuenca verläuft. Mojete gilt als Buñols charakteristisches Gericht; es wird aus Mehl sowie Fleisch oder Kabeljau zubereitet und ist besonders mit der Nacht von La Tomatina verbunden.

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Für die weitere Orientierung bieten sich auch La Pobla De Farnals, Albaida, Burjassot, Beniatjar, Ontinyent, Loriguilla und La Barraca d'Aigües Vives an.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Valencia.

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