El Verger: Zwischen Flussdelta, Serra de Segària und Kulturgeschichte
Unterkünfte in El Verger
El Verger nimmt einen Teil des Deltas des Flusses Girona ein. Die Serra de Segària erstreckt sich über 6 Kilometer; zur Ortsgeschichte gehören Riuraus, Mühlen, Türme und Kirchen.
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Foto: wetcrow via Wikimedia Commons, CC BY 3.0
Flussdelta und Serra de Segària
El Verger nimmt einen Teil des Deltas des Flusses Girona ein. Die nährstoff- und wasserreichen Böden begünstigen dort den Anbau von Zitrusfrüchten und Gemüse. Diese landwirtschaftliche Prägung wird auf der Vía Verde ebenso sichtbar wie bei der Routen-Erfahrung Entre Tarongers.
Die Serra de Segària erstreckt sich über 6 Kilometer und bietet Ausblicke auf den Fluss Girona, das Vall de Gallinera und den Naturpark Marjal de Pego-Oliva. In der Serra wachsen geschützte, endemische, seltene oder bedrohte Pflanzen. Das Gebiet steht unter den Schutzbezeichnungen LIC Valls de la Marina und ZEPA Montañas de la Marina.
Der Parc Públic L’Ombria de la Segària dient als Ausgangspunkt für Wanderwege in der Serra de Segària. Dort gibt es mehrere Picknickbereiche und einen Spielbereich für Kinder.
Wandern, Klettern und Pilgerwege
Der Wanderweg PR-CV 415 verläuft durch die Serra de Segària. Zusammen mit den örtlichen Wegen SL-CV 109 und SL-CV 161 verbindet er die Naturbereiche der Serra. Besucher nutzen diese Wege zum Wandern sowie für den Zugang zu Höhlen, Schächten, Gipfeln und Siedlungsplätzen.
Ein lokaler Rundweg vom Parc Públic L’Ombria de la Segària führt durch das Gebiet Penya Roja und nahe an der iberischen Siedlung Penya Roja vorbei. Außerdem ermöglicht er den Zugang zur Kletterschule La Cara de l’Indi. Das Klettergebiet bei Penya Roja im Abschnitt La Cara de l’Indi verfügt über 12 Kletterrouten.
Das Klettergebiet der Serra de Segària verfügt über eine Informationstafel mit den Standorten, Namen, Schwierigkeitsgraden und durchschnittlichen Höhen der Routen. Außerdem weisen zwei Tafeln vom öffentlichen Park und vom Parkplatz den Weg zum Klettergebiet.
Auch der Camí de Santiago führt durch El Verger und verläuft anschließend weiter bis nach Almansa. Der durch den Ort führende Abschnitt ist ausgeschildert. Stempelstellen für die Pilgerausweise befinden sich im Rathaus, in der Touristeninformation, in der Kirche und in einigen Betrieben.
Unterwegs auf ehemaligen Bahntrassen
Der Camino Natural Vía Verde de Dénia folgt der stillgelegten Eisenbahnlinie Carcaixent–Dénia und führt durch eine landwirtschaftlich geprägte Landschaft, in der der Zitrusanbau vorherrscht. Die Vía Verde de Dénia ist eine etwa 6,5 Kilometer lange Strecke auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse, die Dénia und El Verger verbindet und zu Fuß oder mit dem Fahrrad genutzt werden kann. Entlang der Strecke gibt es Rastplätze und Aussichtspunkte.
Die Routen-Erfahrung Entre Tarongers führt durch Pedreguer, Ondara und El Verger. Sie schlägt einen leichten Spaziergang über wenig befahrene Wege und Straßen durch landwirtschaftlich geprägte Zitruslandschaften vor.
Riuraus und regionale Geschichte
El Verger ist Teil der Ruta dels Riuraus der Marina Alta. Die lokale Route umfasst etwa zehn Riuraus in unterschiedlichen architektonischen Formen. Die Ruta dels Riuraus ist eine ländliche, kulturelle und gastronomische Route zur Vermittlung des Erbes der Rosinenherstellung in der Provinz Alicante; El Verger gehört zu den einbezogenen Gemeinden.
Die Cova Fosca liegt am östlichen Ende der Serra de Segària. Der Höhlenraum ist etwa 4 Meter breit und 7 Meter hoch und umfasst zwei Kammern, eine lange, breite Galerie sowie weitere Seitengänge. Im Neolithikum wurde die Cova Fosca als Wohnstätte genutzt, im Äneolithikum als Bestattungshöhle und später in der iberischen Epoche bis in die römische Zeit als Heiligtum.
Die Casa del Trapig war eine Zuckermühle aus dem 16. Jahrhundert. Dort wurde vor Ort angebautes Zuckerrohr zu Melasse verarbeitet; später diente das Gebäude als Ölmühle. Zu den erhaltenen Überresten der Zuckerrohrverarbeitung gehören Tonbehälter und drei Mühlsteine. Einer dieser Mühlsteine hat einen Durchmesser von mehr als 1,70 Metern.
Die Torre del Palau dels Medinaceli ist der einzige erhaltene Rest des verschwundenen Palasts des Herzogs von Medinaceli. Die Església Neoclàssica stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert; ihre Fassade ist auf 1732 datiert. Im Inneren besitzt sie ein einschiffiges Langhaus mit fünf miteinander verbundenen Seitenkapellen.
Die Torre del Blanch de Morell trägt auch den Namen Torre de la Cremadella. Sie stammt vermutlich aus dem späten 13. oder 14. Jahrhundert und wurde eher als Wohnsitz denn als Wehrturm konzipiert. Die Mur àrab sind die erhaltenen Reste einer rechteckigen Anlage, die auf das 14. bis 16. Jahrhundert datiert wird und am Fluss Girona liegt.
Die Casa de la Senyoreta de la Bassa ist ein Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert mit Erdgeschoss und zwei Obergeschossen. Ihr Innenhof grenzt an die Kirche Mare de Déu del Rosari. Die Fàbrica de Sabó wird heute als Kulturzentrum genutzt, in dem verschiedene Aktivitäten organisiert werden.
Welche Unterkunftsbasis passt zu Ihren Plänen?
Für die Entscheidung, ob ein Hotel oder eine andere Unterkunft in El Verger zu Ihrer Reiseplanung passt, helfen die unterschiedlichen Erlebnisarten bei der Orientierung: Die Serra de Segària steht für Wanderwege, Höhlen, Gipfel und Naturbereiche, die Vía Verde für Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad, während Riuraus, Mühlen, Türme und Kirchen den historischen Schwerpunkt bilden.
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