Silla zwischen Kulturerbe und l’Albufera
Silla ist ein Ort, an dem sich valencianisches Kulturerbe und die Landschaft der l’Albufera in konkreten Bildern begegnen: ein im 14. Jahrhundert verstärkter Turm, eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert, Feste mit überlieferten Bräuchen und Reisfelder am Puerto de Silla. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus ein vielseitiges Ortsbild – mit Architektur und Geschichte ebenso wie mit Natur, regionalen Produkten und einer Route durch die Reisfelder von Valencia.
Türme, Kirche und besondere Architektur
Im Mittelpunkt der historischen Eindrücke steht die Torre Musulmana. Nach der Restaurierung im Jahr 1984 wurde sie zum Sitz der museografischen Sammlung von Silla. Ihre mittelalterliche Geschichte zeigt sich außerdem an den baulichen Spuren: Im 14. Jahrhundert wurde die Torre Musulmana durch eine Umfassungsmauer und einen Verteidigungsgraben verstärkt, deren Überreste heute noch sichtbar sind. Das Museu d’Història i Arqueologia de Silla (MARS) ist in einem Turm untergebracht. Ein anderes architektonisches Motiv bietet die Antigua Casa Correos, die in Silla als einzigartiges Beispiel neoklassizistischer Architektur gilt.
Auch die Església Nostra Sra. dels Àngels gehört zu den wichtigen historischen Bezugspunkten des Ortes. Ihr Bau begann um 1751 unter der Schirmherrschaft des Ordens von Montesa.
Feste mit valencianischem Charakter
Die Festa en honor al Santíssim Crist ist als Fest von lokalem touristischem Interesse der Comunitat Valenciana anerkannt und findet in der ersten Augusthälfte statt. Sie bewahrt die Danza de los Porrots und den Canto de la Carxofa als Elemente des kulturellen Erbes. Für Besucher, die Traditionen nicht nur über Gebäude, sondern auch über Feste und Darbietungen kennenlernen möchten, bildet diese Feier einen eigenen Schwerpunkt im Jahreslauf von Silla.
Rund um den 20. Januar bietet die Fira de Sant Sebastià im historischen Zentrum von Silla eine dreitägige Handels-, Landwirtschafts- und Lebensmittelmesse. Stände, Aktivitäten und Verkostungen richten sich an Einheimische und Besucher. Damit verbindet die Fira de Sant Sebastià landwirtschaftliche Themen und Lebensmittel mit einem öffentlichen Festgeschehen. Sie passt besonders zu einer Reiseplanung, bei der regionale Produkte, lokale Veranstaltungen und der historische Ortskern gemeinsam eine Rolle spielen.
Puerto de Silla und l’Albufera
Am Puerto de Silla im Naturpark l’Albufera treffen die Huerta und die Reisfelder aufeinander. Im Naturpark gibt es außerdem Boote sowie Boote mit traditionellen Lateinersegeln in den Kanälen.
Mit den Cercanías-Zügen von Renfe können Sie bis zum Bahnhof Silla fahren, um dort eine Route durch die Reisfelder von Valencia zu beginnen. Für die Wahl Ihres Hotels können Sie deshalb zunächst überlegen, welche Schwerpunkte zu Ihrem Tagesrhythmus passen: historische Bauwerke und Feste im Ort oder die Landschaft der l’Albufera mit ihren Reisfeldern und Kanälen. Silla lässt sich so als Ausgangspunkt für eine individuell zusammengestellte Valencia-Reise betrachten, ohne Kultur und Natur voneinander trennen zu müssen.
Weitere Ziele, die Sie ebenfalls erkunden können: Mogente, Monserrat, Benifairó De La Valldigna, Cheste, La Font D'en Carròs, Navalón, Alginet und L'eliana.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Valencia.
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