La Mata de Morella – zwischen Ortsgeschichte und Naturwegen

File:Ermita de Santa Bárbara de La Mata de Morella, comarca Els Ports, Castellón.jpg File:Ermita de Santa Bárbara de La Mata de Morella, comarca Els Ports, Castellón.jpg Foto: Juan Emilio Prades Bel via Source, CC BY-SA 4.0

La Mata de Morella verbindet einen geschichtsträchtigen Ortskern mit Flusslandschaften, traditionellen Handwerken und abwechslungsreichen Wegen. Der Ort liegt auf über 820 Metern Höhe und ist von den Flüssen Cantavieja und La Cuba umgeben. So treffen historische Bauwerke, regionale Erlebnisse und Naturbeobachtungen auf engem thematischem Raum zusammen.

Historische Bauwerke im Ortskern

Im historischen Zentrum steht La Nevera, ein Bauwerk aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, das im 18. Jahrhundert umgebaut wurde. Nach einer sorgfältigen Restaurierung beherbergt es heute ein ethnologisches Museum über die Espardenya. Seine ursprüngliche Funktion war die Lagerung des gesammelten Schnees in einem großen Schacht; für die Temperaturerhaltung wurden dicke Schneeschichten mit Strohschichten abgewechselt.

El Horno y el Mercado de la Lana diente zunächst als Wollmarkt und später als gemeinschaftlicher Backofen. Der ehemalige gemeinschaftliche Backofen dient weiterhin als Treffpunkt; dort befindet sich das Restaurant Mesón del Forn. Der Palacio del Ayuntamiento ist ein Beispiel aragonesischer Profanarchitektur des 16. Jahrhunderts und trägt eine Inschrift mit der Jahreszahl 1564. In seinem Untergeschoss befindet sich das ehemalige Gefängnis.

Auch die Casa Palacio de los Pedro y La Figuera erzählt von der Ortsgeschichte. Das palastartige Herrenhaus stammt aus dem späten 16. beziehungsweise frühen 17. Jahrhundert. Seine Fassade aus Quadermauerwerk wird von einem kleinen hölzernen Dachvorsprung und einer für die aragonesische Profanarchitektur typischen Arkadengalerie abgeschlossen. Historisch stand La Mata unter der Gerichtsbarkeit von Morella und gehörte den Familien Pedro und La Figuera.

Kirchen, Gassen und regionale Zeichen

Die ältesten Teile der Iglesia Parroquial Nuestra Señora de las Nieves – darunter Apsis, Sakristei, zwei Seitenkapellen, Triumphbogen und Glockenturm – stammen aus dem späten 16. Jahrhundert; neuere Bauteile entstanden ab 1862. Die Ermitas de Santa Barbara stammen aus dem 17. Jahrhundert und bilden mit einem angrenzenden zweigeschossigen Gebäude ein Ensemble. Die Ermita de San Gil wurde 1786 erbaut und nach einer Restaurierung wieder für den Gottesdienst hergerichtet. Die Torre del Molí de la Punta ist als Denkmal der Valencianischen Gemeinschaft anerkannt.

La Mata bewahrt zwei gotische Peirons, die auf das 14. Jahrhundert datiert werden. Von ihnen sind Repliken an den ursprünglichen Standorten zu sehen: der Peiró de les Canals am Ortseingang aus Richtung Olocau und der Peiró de Sant Gil am Weg aus Richtung Forcall. Die engen, geschichtsträchtigen Gassen von La Mata de Morella gehören zum historischen und besucherorientierten Kulturerbe des Ortes.

Handwerk, Geschmack und gelebte Tradition

Die Honigwerkstatt von La Mata vermittelt die Gewinnung von Honig, stellt lokale Sorten vor und bietet Verkostungen sowie Workshops an. In der Espardenyeria können Sie vor Ort hergestellte Schuhwaren und deren Herstellungsprozess kennenlernen. Die Erfahrung „Paisatges Medievals“ umfasst Besuche auf Safranfeldern in La Mata. Sie dauert ungefähr vier Stunden und muss im Voraus reserviert werden.

San Antonio wird in La Mata am dritten Januarwochenende gefeiert. Zum Fest gehören das Entzünden eines Freudenfeuers, die Segnung von Tieren, Abendveranstaltungen, eine Weinkellertour sowie gemeinschaftliche Mahlzeiten am Feuer. Eine weitere jährlich stattfindende Tradition ist La festa de l’Onso, die das Ende des Winters und den Beginn des Frühlings symbolisiert. Dabei wird eine mit Tierfellen verkleidete Person, die einen Bären darstellt, symbolisch im Wald gejagt und ins Dorf gebracht; anschließend zieht sie gemeinsam mit Bewohnern und Besuchern durch den Ort.

Flüsse, Aussichtspunkte und Wanderwege

Zum Naturraum von La Mata gehören Vegetation, Fauna, Flüsse sowie Wege und PR- und GR-Routen verschiedener Schwierigkeitsgrade. Les Calderetes sind natürliche, vom Fluss geformte Wasserbecken bei La Mata de Morella. Der PR-CV 229 La Mata ist mit dem LIC-Gebiet L'Alt Maestrat sowie dem ZEPA-Gebiet L'Alt Maestrat, Tinença de Benifassà, Turmell i Vallibana verbunden.

Der Rundweg PR-CV 229 La Mata zeigt Beispiele der Trockensteinarchitektur, überquert zweimal den Fluss Cantavieja und führt am Mas de les Clapisses vorbei. Als Rundwanderweg ist er 8,40 Kilometer lang. Der PR-CV 247 führt zur Carrasca de Guaita, einem markanten Baum und Aussichtspunkt mit Blick auf La Mata de Morella. Der Wanderweg GR 331 E04 verläuft durch das Tal des Flusses Cantavieja zwischen traditionellen Terrassen und Trockensteinmauern und passiert historische Bauwerke wie die Torre Guillermo.

Weitere Orte zur regionalen Orientierung: La Barraca d'Aigües Vives, Simat de la Valldigna, Dos Aguas, Real De Montroi, Caudete De Las Fuentes, Rafelcofer, Alaquas, Favara

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Valencia.

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