Benasal: Wehrtürme, Natur und regionale Traditionen

File:Interior del Forn de Dalt de Benassal.jpg File:Interior del Forn de Dalt de Benassal.jpg Foto: TouristInfoBenassal via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Benasal verbindet mittelalterliche Bauwerke, Museen, religiöse Traditionen und den Naturraum von El Rivet. Zwischen Wehrtürmen, historischen Häusern, Festen und mediterranem Wald entsteht ein vielseitiges Ziel für alle, die Kultur und Landschaft nicht getrennt voneinander betrachten möchten.

Naturraum El Rivet und Font d’en Segures

El Rivet ist ein kommunales Naturgebiet im Gemeindegebiet von Benassal und umfasst 16 Hektar. Das mediterrane Waldgebiet ist von valencianischen Eichen, Steineichen und vielfältigem Unterholz geprägt. Ein ausgeschilderter Botanischer Lehrpfad steht der Allgemeinheit zur Verfügung. Zum Gebiet gehört außerdem ein Flora-Mikroreservat, in dem unter anderem Orchideen und die Skabiosen-Flockenblume vorkommen und geschützt werden. Font d’en Segures bei Benassal ist ein für Besucher bedeutender Ort, der mit mineralisiertem Quellwasser und einer charakteristischen Architektur verbunden ist.

Historisches Zentrum und markante Bauwerke

Das historische Zentrum von Benassal bildet eine Besucherroute durch enge, unregelmäßig angelegte Straßen, an denen einige der ältesten Häuser des Ortes erhalten sind. Die Torre de la Presó ist die am besten erhaltene der drei mittelalterlichen Wehrtürme von Benassal und kann besichtigt werden. Der viergeschossige, quadratische Turm steht an der Stadtmauer und wurde auch als Gefängnis genutzt. In der Torre de la Presó behandelt die permanente Ausstellung „L’Experiment Stuka“ die Bombardierungen im Mai 1938.

Das Castell de la Mola ist ein gotisches Gebäude aus dem 13. Jahrhundert und gilt als ältestes ziviles Gebäude von Benassal. Es wurde ungefähr zwischen 1240 und 1250 errichtet. In dem Gebäude befinden sich das Museu Arqueològic de l’Alt Maestrat und das Aula Museu Carles Salvador. Das archäologische Museum wurde 1978 gegründet, um die Materialien des regionalen archäologischen Forschungskabinetts aufzunehmen und auszustellen. Das Aula Museu befindet sich im ehemaligen Hospital de la Mola und präsentiert die familiäre und schulische Atmosphäre von Carles Salvador. Nahe dem Castell de la Mola steht der Forn de Dalt, ein mittelalterlicher Ofen aus dem Beginn des 14. Jahrhunderts; er wurde 2015 restauriert, ist seitdem für Besucher geöffnet und beherbergt kulturelle Aktivitäten.

Weitere Bauwerke ergänzen das historische Bild. Die Torre Redonda ist ein runder Turm aus dem 14. oder 15. Jahrhundert und als Bien de Interés Cultural ausgewiesen. Die Torre Nabàs ist ein quadratischer Turm mit einer angebauten großen Masía und ebenfalls als Bien de Interés Cultural ausgewiesen. Die Iglesia de la Asunción besitzt ein barockes Portal aus dem Jahr 1677. In ihrer Pfarrschatzkammer werden gotische und platereske religiöse Ornamente sowie Gold- und Silberschmiedearbeiten gezeigt; in der Kapelle kann außerdem „La última Cena“, ein Eisenwerk des Bildhauers José Gozalbo, besichtigt werden. Casa Sánchez Cotanda besitzt zwei barocke Portale aus Haustein: Eines führt zur Kapelle Virgen del Pilar, das andere zum Wohnhaus. Über Benassal verteilt liegen die Lavaderos Públicos mit steinernen Waschbecken unter Holzdächern.

Kapellen, Ausstellungen und Ortsgeschichte

Die Ermita de Sant Roc wurde 1557 begonnen, 1559 fertiggestellt und zwischen 1595 und 1599 erweitert. Sie wird gewöhnlich über den früheren Weg En Pedró i de la Solana erreicht, der heute Sant Roc heißt. Die Kapelle La Magdalena wurde 1864 mit einem von der orientalischen Kultur inspirierten Grundriss errichtet und hat einen achteckigen Grundriss. Das Museu Vida Rural bewahrt die landwirtschaftliche und viehzüchterische Erinnerung von Benassal anhand von Werkzeugen, Gebrauchsgegenständen, Möbeln und Kleidung aus dem vergangenen Jahrhundert. In einem Ausstellungsraum werden Werke von drei Generationen der Familie Pascual Miralles gezeigt. Das Mural del 750 Aniversario de la Carta Pobla stellt die Identität von Benassal, die Schutzheiligen, das Wasser und die Haselnusspflanze dar.

Feste und regionale Küche

Mehrere Bräuche geben dem Jahreslauf von Benassal eine eigene Prägung. Die Wallfahrt zu Sant Cristòfol findet jedes Jahr am Pfingstmontag statt. Beim Fest zu Sant Cristòfol ist es Tradition, in der Umgebung der Kapelle gemeinsam Tombet zu essen, einen Eintopf aus Kaninchen, Huhn und Schnecken. San Antonio Abad wird jedes Jahr mit einer Tiersegnung, traditionellen Tänzen, Coquetes oder Rotllo sowie Barreja gefeiert. Die Fiesta de la Tea lässt die Rückkehr der Textilhändler nach Benassal mit den Kienfackeln wiederaufleben, die einst die Straßen des Ortes beleuchteten. In der Fira d’Oficis im historischen Ortskern gehören Mitmachworkshops, Vorführungen traditioneller Handwerke, ein Kunsthandwerksmarkt, Volksmusik, Tänze und Kinderangebote zum Programm.

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